Gladiolus palustris [Gaudin] - Sumpf-Siegwurz

von: Nymphaion

Bestell-Nr.: F21-02

 

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Produktinformationen "Gladiolus palustris [Gaudin] - Sumpf-Siegwurz"

Pflanzabstand 10 - 20 cm
Pflanzenhöhe 30-40 cm
Lieferqualität 9er Topf
Blütenfarbe hell-purpur
Geselligkeit in Trupps von 3-5
Familie Iridaceae
heimisch ja
Blütezeit Juni bis Juli
Nährstoffbedarf normal
Bodenreaktion schwach bis mäßig sauer
Lichtbedarf sonnig
Staudencode Wasserrad 3-4 und Freiflächen 3
Wasserbedarf Wasserrand, feucht bis sumpfig
Winterhärtezone Z 6

Wußten Sie, dass es Gladiolen gibt, die bei uns heimisch sind? Die Sumpf-Siegwurz oder Sumpf-Gladiole ist eine davon. Mit den riesigen Gartengladiolen für die Bodenvase hat sie nicht viel gemeinsam (deren Ahnen kommen aus Südafrika), nur an der Blüten- und mehr noch an der Blattform kann man erkennen, dass die beiden Pflanzen zur selben Gattung gehören. Die Sumpf-Siegwurz ist kleiner und viel graziler, und sie benötigt ganz andere Bodenverhältnisse. Sie möchte einen Boden der feucht ist, aber hin und wieder auch austrocknen kann. Dauerhafte Trockenheit erträgt sie so wenig wie dauerhafte Nässe. Konkurrenz ist ihr auch zuwider, zumindest Konkurrenz, die ihr die Sonne nimmt. Alles in allem: eine Pflanze für feuchte Plätze am Teichrand. In der Natur findet man sie bei uns noch im Lechtal (der größte Bestand auf der Königsbrunner Heide. Dort bin ich aufgewachsen und dachte als Kind, alle Wiesen seien voller Sumpfgladiolen), und wenigen weiteren Standorten im Alpenvorland. Der merkwürdige Name Siegwurz kommt übrigens von dem Aberglauben, dass unbesiegbar sei, wer die Zwiebel dieser Pflanze in der Tasche trage. Etwas ähnliches erzählt man sich vom Allermannsharnisch, dessen Zwiebel unverwundbar machen soll. Als Kind habe ich noch eine andere Erklärung für den Namen gehört: auf dem Lechfeld fand 955 die 'Schlacht auf dem Lechfeld' statt, bei der Otto der Große die Ungarn endgültig besiegte, die vorher jahrzehntelang Mitteleuropa geplündert hatten. Der Sieg kam unerwartet und war total, denn auf ungarischer Seite gab es kaum Überlebende. Direkte Folge davon war, dass sich die Ungarn in Ungarn ansiedelten, sesshaft wurden und die jährlichen Plünderungszüge einstellten. Der Sage nach wuchs im Jahr nach der Schlacht überall dort, wo ein Ungar zu Tode gekommen war, eine zuvor unbekannte Blume mit blutroten Blüten: der Siegwurz. 

 

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