Die Rosmarinheide ist eine typische Hochmoorpflanze, sie erträgt keinerlei Kalk im Boden. Im Moorbeet benötigt sie einen etwas trockeneren Standort, darf aber nach Regenfällen durchaus einige Zeit mit den Füßen im Wasser stehen. Da ihre schmalen Blätter tatsächlich ...
Diese Segge bildet dichte Rasen im Moor - oder besser gesagt: sie bildete, denn in Deutschland ist sie ausgestorben. Sie wird bis zu zwanzig Zentimetern hoch und trägt kugelige kleine Ährchen.
Trotz des deutschen Namens wächst dieses Sauergras in kalkhaltigen Flachmooren. In der Natur ist es so selten geworden, daß es auch schon auf der Roten Liste steht. Die Blütezeit ist im Frühsommer, die eher unscheinbaren Ähren sind hellbraun.
Dieser Sonnentau ist immer noch besser bekannt unter dem Synonym Drosera longifolia. Es ist der größte in Mitteleuropa heimische Sonnentau und zugleich auch der seltenste - und das obwohl er an die Bodenreaktion weniger Ansprüche stellt als die beiden anderen. Normalerweise ist auch er eine Pflanze der sauren Hochmoore, aber in Bayern gibt es einige kalkhaltige Flachmoore in denen er vorkommt. Das Besondere an dieser Art sind die langen Blätter mit den Fangtentakeln. Wenn ein Insekt daran kleben bleibt, schließen sich die Blätter darüber. Das können die beiden anderen Sonnentauarten mit ihren viel kürzeren Blättern nicht.
Dieser Sonnentau ist leicht mit Drosera rotundifolia zu verwechseln, er wirkt wie eine kleinere Ausgabe von diesem. Auch seine Heimat sind die nassen Hochmoore in Europa und Nordamerika. Im Garten kann man ihn in einem künstlichen Moor halten, wo er sehr nassen Boden benötigt.
Als Kuriosität am Rande sei vermerkt dass es auf Kuba und im nördlichen Südamerika Vorkommen des mittleren Sonnentaus gibt, die ihre Winterhärte verloren haben.
Der Sonnentau ist zwar eine sehr kleine Pflanze, aber trotzdem erweckte er sehr früh die Aufmerksamkeit der Menschen. Er ist ja auch eine ungewöhnliche Erscheinung: seine Blätter sind löffelförmig und voller Tentakel an deren Ende klebrige Tröpfchen glänzen. Auch sein Lebensraum war nicht sonderlich vertrauenserweckend, denn er ist eine Pflanze der Hochmoore, die auch früher als unheimliche und gefährliche Orte galten. So braucht es nicht zu wundern, dass der Sonnentau früher als magische Pflanze galt. So ziemlich für alles sollte er gut sein: gegen Hexerei sollte er helfen, unverwundbar machen, Geburten erleichtern, Gifte ...
Ein wunderschönes Wollgras, das dichte Horste bildet und manchmal auch ins seichte Wasser wandert. Im Mai trägt die Pflanze kugelige `Wattebüschel` an ihren Halmen, die dann sehr begehrt für Blumensträuße sind. Die Pflanze braucht sauren Moorboden.
Ein nordamerikanisches Wollgras mit ungewöhnlichen Fruchtständen. Sie sind wollig wie die der anderen Arten, aber die Farbe ist ein bräunliches Orange.
Dieses Wollgras ist am stärksten an die saure Reaktion des Bodens gebunden. Es bildet keine Ausläufer, sondern kleine Horste. Die wolligen Fruchtstände erscheinen im späten Frühjahr und stehen aufrecht an der Spitze der Halme. Dieses Wollgras ist in den Mooren entscheidend an ...
Dieses Wollgras kommt aus dem nördlichen Teil der USA und aus Kanada. Es kann für ein Wollgras ungewöhnlich hoch werden (bis zu 90 cm), bleibt aber in der Regel im Moorbeet deutlich kleiner (um die 20 cm). Seine Blüten sind weiß und hängend, mit deutlich auffallenden grünen Tragblättern. Dadurch kann man es schon auf den ersten Blick von den anderen Wollgräsern unterscheiden.
Ein Primelgewächs aus Eurasien, das in der Natur nur noch sehr selten zu finden ist. Die Wasserfeder wächst im flachen Wasser, bildet aber gelegentlich auch eine Landform im nassen Boden. Sie braucht volle Sonne und ist empfindlich auf stark kalkhaltiges Wasser - dort löst sie sich ...
Der Wassernabel bildet ein niederes Polster am Wasserrand, sofern er nicht von stärkeren Nachbarn verdrängt wird. Seine hübschen runden Blättchen hebt er leicht in die Höhe, die Blüten sind dagegen unscheinbar. Da er auch in saurem Boden gedeiht, kann man ihn auch sehr ...
Eine heimische Pflanze der feuchten und nassen Wiesen (hat aber auch mit trockenerem Boden keine großen Probleme). Sehr attraktiv in der Blütezeit, aber aber auch sonst eine ansehnliche Pflanze, die ausgedehnte Horste bilden kann (bis 2 Meter Durchmesser!). Ihr Laub ist graugrün und ...
Diese Sorte des Pfeifengrases wurden wegen seines straff aufrechten Wuchses ausgelesen und benannt. Die Halme bleiben über den Winter stehen und sind in dieser Zeit eines der wenigen Schmuckstücke im Garten. Das Pfeifengras mag neutralen bis sauren Boden und kann auch ins Moor gepflanzt werden. Im Moor gehört es in die trockeneren Bereiche und sollte von schwachwüchsigen Pflanzen ferngehalten werden.
Der Moorabbiß bildet dichte Blattbüschel und schiebt daraus hohe Stiele, an den im Hochsommer und Frühherbst halbkugelige, rosaviolette Blüten erscheinen. Seine Rhizome sehen merkwürdig aus: auf einer Seite treibt die Pflanze die Blätter aus, die andere Seite sieht dagegen ...
Während hierzulande die Haltung des Moorabbisses unter Biologen als unmöglich galt (`bizarr` schrieb der Herr vom Amt auf unsere Anfrage) wurden in Großbritannien bereits Sorten aus davon ausgelesen die auch im normalen Gartenboden gedeihen wenn er nicht zu kalkhaltig ist. `Frosted Pearls` ist eine ...
Diese Pflanze wurde von Linné noch zu den Johanniskräutern gezählt, steht aber heute in einer anderen Gattung. Sie wächst entlang der Ostküste der USA in Mooren und tritt dort sehr oft gemeinsam mit der großfrüchtigen Moosbeere (Cranberry) auf. Bei uns ist sie sehr selten zu haben, obwohl sie in kalkfreiem Substrat problemlos wächst. Im Moor muss man etwas das Auge auf sie haben, damit sie nicht zu groß wird.
Obwohl diese Verwandte der Moosbeere aus den USA stammt (dort ist sie als Cranberry bekannt), kann man sie zuweilen bei uns in den Mooren finden, meistens in alten Torfstichen. Offensichtlich muss es also eine Zeit gegeben haben, wo man versuchte alte Torfstiche zum Obstanbau zu nutzen. Die Kronsbeere ...
Moosbeeren überziehen den Boden des Moors mit einem filigranen Flechtwerk aus dünnen Trieben. Daran sitzen im Sommer und Herbst die auffälligen Beeren. Eßbar sind sie, aber roh nicht sehr wohlschmeckend. Man kann aber Marmelade oder Kompott daraus bereiten. In Finnland soll daraus ...