Bei Nymphaea tetragona herrschte bis vor kurzem ein ziemliches Durcheinander in der Namensgebung. Es wurden etliche Unterarten aufgezählt und dann spukte auch noch Nymphaea pygmaea herum, was man aber gemeinhin für ein Synonym hielt. Bekannt war noch, dass manche der kultivierten Nymphaea tetragonas unbedingt kühles Wasser zum Gedeihen brauchten während andere problemlos auch mit sehr warmem Wasser zurecht kamen. Inzwischen haben die Botaniker aufgeräumt und heute stellt sich die Sache so dar:
Ebenfalls eine europäische Seerosenart und zugleich die kleinste winterharte Seerose überhaupt. Ihre Blüten sind weiß und erreichen höchstens die Größe eines Fünfmarkstücks. Ihre Blätter sind oberseits grün, unterseits purpurn. Die Pflanze ist ...
Diese Sorte - wenn es denn eine ist - ist eine der wenigen winterharten Seerosensorten von Pring, sie stammt aus dem Jahr 1942. Laut Pring handelte es sich um eine spontane Mutation die im botanischen Garten von Missouri auftrat. Diese Mutation sieht aber verdächtig wie die rosafarbene Wildform von Nymphaea tetragona aus, die nur von ganz wenigen Seen in Finnland bekannt ist und unter dem Namen Nymphaea tetragona var. fennica beschrieben wurde. Gegen die Identität der beiden spricht dass `Joanne Pring` eine Art kleines Marliac-Rhizom entwickelt, was keine Nymphaea tetragona tut - dann wäre es aber auch keine Mutation sondern eine Hybride. Das Rätsel wird sich wohl nur durch eine Genanalyse lösen lassen.
Für den Wassergarten ist nur wichtig dass wir es hier mit der kleinsten rosafarbenen Seerose überhaupt zu tun haben. Sie möchte kühleres Wasser, bei zu hohen Wassertemperaturen leidet sie. Wie die weisse Wildform der Nymphaea tetragona kann man sie im ganz flachen Wasser halten.
(J.B. Latour-Marliac 1895) Obwohl es eine der ältesten Sorten ist, ist es auch immer noch eine der besten. Keine andere Seerose verändert ihre Blütenfarbe derart stark: am ersten Tag ist die Blüte gelblich-aprikot mit dunklerer Mitte, am zweiten Tag orange-rot, und am dritten Tag ...
Die Farbe dieser Züchtung von Charles Strawn ist schwer zu beschreiben. Es ist ein ganz eigener Pinkton der am letzten Tag der Blüte einen eindeutig orangen Anflug hat. Wie viele Sorten von Strawn hält auch `Berit Strawn` ihr Blüten wie eine tropische Seerose über die Wasseroberfläche.
(Joseph B.L. Marliac 1905) Die Blüte ist tassenförmig und von cremegelber Grundfarbe. Von außen nach innen wird die Blütenfarbe intensiver, alle Blütenblätter sind orange überhaucht. Von Tag zu Tag wird die Blütenfarbe intensiver und ändert sich zu Hellorange. ...
Eine der letzten Züchtungen von Charles Strawn aus dem Jahr 2001. Eine richtig zwergwüchsige Sorte ist sie nicht, sie liegt irgendwo zwischen klein und mittelgroß, aber sie läßt sich gut in Gefäßen halten und bezaubert mit ihrem Anblick jeden Betrachter. Ihre Blütenfarbe ist sehr komplex, der Grundton ist ein blasses Gelb und darüber liegen pfirsch- und altrosafarbene Töne. Wie oft in dieser Farbklasse wird die Farbe während des Hochsommers intensiver.
(Kirk Strawn 1997) Zuerst hatten wir `Dallas` im Angebot, ein Jahr später kam `Denver`, genau wie im Fernsehen. Diese Sorte von Kirk Strawn blüht in fast reinem Weiß, wirkt gefüllt und ist geeignet für Gefäße und kleine Teiche.
(Latour-Marliac 1879) Die erste und bislang einzige gelbe Zwergseerose. Sie entstand aus einer Kreuzung der Nordischen Seerose mit der Mexikanischen Seerose. Die Blüten sind hellgelb, sehr klein und leicht duftend. Die Schwimmblätter sind sehr ansprechend gefleckt und zierend. Am passenden ...
(Perry D. Slocum 1989) Eine Miniatursorte die vor allem für Gefäße und kleine Teiche geeignet ist. Die Blüte ist dunkelrot und tassenförmig. Die Sorte ist reichblühend aber sie wächst sehr langsam. Im kleinen Teich ist das von Vorteil, denn der Teich wird nicht so ...
Es ist unbekannt wer diese kleine Seerose gezüchtet hat, zum ersten mal erwähnt wurde sie 1938 in der Zeitschrift `Watergardening`. Da es sich um eine Sorte handelt die nur in kühlem Wasser gut gedeiht liegt der Verdacht nahe, dass zu ihrem Stammbaum eine der roten skandinavischen Seerosen ...
(Kirk Strawn 1993) Eine weiter Sorte von Kirk Strawn, benannt nach einem der bedeutendsten Wasserpflanzensammler der Gegenwart. Walter Pagels war ausserdem Präsident der International Water Lily and Water Gardening Society und später ihr Bibliothekar. Wenn Experten nicht mehr weiter wissen, ...