- Staudenbeete

Da Stauden langlebige Pflanzen sind ist es nötig die Beete für sie sehr gut und gründlich vorzubereiten. Der Aufwand rechnet sich aber, ein gut eingewachsenes Staudenbeet benötigt später nur wenig Pflege. 

Zunächst muss der Boden des neuen Staudenbeets umgebrochen und gründlich gelockert werden. Das A und O ist die Entfernung aller Unkräuter im Boden. Das kann mechanisch geschehen, durch Absammeln, das Auflegen einer schwarzen Abdeckfolie für etliche Wochen oder auch durch ein Unkrautbekämpfungsmittel. Schwere Böden werden danach durch Zugabe von Sand  Wasserdurchlässiger gemacht, leichten Böden wird Lehm oder Tonmehl zugemischt um sie feuchter zu machen. Falls nötig kann jetzt auch der pH-Wert durch Zugabe von Torf oder Kalk verändert werden. Für die meisten Pflanzen sollte der pH-Wert leicht über dem Neutralpunkt liegen. Als letztes erhält das Beet noch eine Grunddüngung. 

Die Bepflanzung des Beetes plant am besten schon vorher am Schreibtisch, denn das entstehende Beet soll viele Jahre lang unverändert bestehen bleiben können. Das Grundgerüst des Beetes bilden die Solitäre, das sind besonders hohe und dominante Stauden. Von ihnen werden nur wenige verwendet. Dann folgen die Leitstauden, sie sind schon etwas kleiner und werden in größeren Gruppen im Beet verteilt. Dazwischen kommen dann noch kleinere Stauden und die Lücken füllen als Letztes die Flächendecker. Ein gut gestaltetes Staudenbeet besteht also nicht aus gleich hohen Pflanzen sondern verwendet Pflanzen unterschiedlicher Größe. Das Beet darf auch nicht statisch wirken, sondern durch Abwechslung in der Pflanzenverteilung soll ein dynamischer Eindruck entstehen. Dynamik entsteht durch Gegensätze in der Größe, der Farbe und der Blattform. Sie sollten auch wissen wann die verwendeten Pflanzen blühen, damit das Beet über einen möglichst langen Zeitraum im Jahr etwas fürs Auge bietet. Wer sich gut auskennt, kann das Beet sogar so planen dass es im Lauf des Jahres mehrmals die Farbe wechselt. Die Frühlingsblüher könnten z.B. alle gelb blühen, die Sommerblüher blau, und im Herbst öffnen sich dann rote und orange Sorten. Gute Planung bei der Anlage eines Staudenbeetes zahlt sich wirklich aus. 

Sind alle Stauden ins Beet gesetzt, sollte der Boden komplett gemulcht werden. Am häufigsten wird hier mit Rindenmulch gearbeitet. In diesem Fall müssen Sie unbedingt auf eine ausreichende Düngung achten, denn Rindenmulch bindet beim Zersetzen Stickstoff der dann den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung steht. Das Problem können Sie durch die Verwendung von Rindenhumus umgehen, der aber öfter als Rindenmulch erneuert werden muss. Die beste Mulchschicht kostet nichts, aber sie ist bei deutschen Gärtnern unbeliebt: Herbstlaub. Es unterdrückt Unkräuter und zersetzt sich zu einem hervorragenden Humus – nur unseren übertriebenen Ordnungssinn befriedigt es leider nicht. 

In den folgenden beiden Jahren gilt das Hauptaugenmerk der Unkrautbekämpfung. Was an Unkraut auftaucht muss entfernt werden. Die Mulchschicht wird immer wieder ergänzt und hilft dabei das Unkraut zu unterdrücken, bei Bedarf wird gedüngt. Die Stauden werden wachsen und sich ausbreiten und nach einiger Zeit schließt sich die Bepflanzung über dem Boden, es dringt kaum mehr Licht bis zum Boden durch. Ab diesem Zeitpunkt haben die Unkräuter verloren. Unter den Stauden können angewehte Unkrautsamen nicht mehr keimen, und Wurzelunkräuter kommen gegen die Konkurrenz der Stauden auch nicht mehr an. Die laufende Pflege im Staudenbeet beschränkt sich von da an aufs Düngen und Mulchen. Einmal im Jahr müssen noch die abgestorbenen Pflanzenteile entfernt werden. Bitte machen Sie das im Frühling und nicht im Herbst, denn viele Kleintiere brauchen die abgestorbenen Pflanzenteile um über den Winter zu kommen. 

Erst nach etlichen Jahren müssen dann die ersten Stauden herausgenommen, geteilt und neu gepflanzt werden. Bei den so genannten Prachtstauden ist dies nach drei bis fünf Jahren der Fall. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt daran, dass die Pflanzen schlechter wachsen und weniger blühen. Die Teilung sorgt dann für eine Verjüngung der Pflanze und sie wächst und blüht wieder wie zuvor. Wenn Sie Wildstauden verwendet haben dauert es etliche Jahre länger ehe Sie eingreifen müssen. Bei Wildstauden geht es nicht um eine Verjüngung, sondern man nimmt sehr stark gewachsene Pflanzen heraus und setzt sie verkleinert wieder ein um das ursprüngliche Bild der Pflanzung wieder herzustellen. Geteilt werden also die Pflanzen, die anfangen ihre Nachbarn zu stark zu bedrängen. 

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