- kleine Irisarten

Viele Irisarten sind bislang von den Gärtnern und Pflanzenzüchtern nicht beachtet worden. Das ist eigentlich nicht erstaunlich, denn die Gattung ist sehr groß. Wo in der Vergangenheit gezüchtet wurde, wie z.B. bei den sibirischen Iris oder den Bartiris, dort ist die Menge an Züchtungen schon heute immens. Warum sich also mit weiteren Irisarten beschäftigen? 

Ganz einfach: weil es sich lohnt hier Neuland zu betreten. Wir können hier nur eine kleine Auswahl an Irisarten vorstellen, aber alle sind sie schön und verlocken dazu es einmal mit ihnen zu versuchen - und wenn man sie schon einmal hat, wieso nicht eine neue Kreuzung versuchen, die noch keiner vorher probiert hat? 

Iris chrysographes 

Sie stammt aus den Gebirgsregionen im südwestlichen China und kommt dort auf feuchten Gebirgswiesen vor. Auf Deutsch wird sie meistens als Goldstreifen-Schwertlilie bezeichnet. Die Blütenfarbe variiert von dunklem Rotbraun zu fast vollkommenem Schwarz, immer ist aber eine feine goldfarbene Zeichnung auf den Blüten zu sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schwertlilien aus Feuchtgebieten duftet diese Art. Es gibt einige Sorten dieser Schwertlilien (z.B. ‚Black Knight’) und Kreuzungen mit Iris forrestii und Iris sibirica. 

Iris delavayi 

Diese Iris findet sich in Sumpfwiesen vom nordöstlichen Himalaja bis nach Yunnan. Sie blüht in einem hellen Blau mit Zeichnung in Weiß. Die Pflanzen werden in der Natur fast mannshoch. 

Iris forrestii 

Sie wächst in der gleichen Region wie Iris chrysographes in Sumpfwiesen und ist bis in größere Höhenlagen dort anzutreffen. Ihre duftenden Blüten sind schwefelgelb mit einer feinen bräunlichen Zeichnung. 

Iris latifolia 

Diese Art wird in Großbritannien als ‚English Iris’ bezeichnet, obwohl sie nicht dort sondern in Nordspanien und dem angrenzenden Frankreich auf feuchten Bergwiesen heimisch ist. Allerdings ist sie schon seit Jahrhunderten in England in Kultur, während sie in den anderen europäischen Ländern kaum beachtet wird. Die Wildform blüht in dunklem Blau, während bei den in England kultivierten Pflanzen auch hellblaue, violette und weiße Blüten vorkommen. Hybriden der Iris latifolia werden als Iris x anglica bezeichnet. 

Iris missouriensis 

Sie wird auch als Rocky-Mountains-Iris bezeichnet und ist in der Westhälfte Nordamerikas in Feuchtwiesen und entlang von Flüssen zu finden. Äußerlich ähnelt sie einer Iris sibirica mit sehr schmalen Blütenblättern. Ihre Blütenfarbe ist überwiegend hellblau, es kommen aber auch Varianten mit dunkleren, fast rosafarbenen und weißen Blüten vor. An den Naturstandorten steht sie im Sommer meistens trocken. Teilweise wird sie als Unkraut betrachtet, denn sie profitiert von der Beweidung. Die Rinder lassen die bittere Pflanze stehen und auf den rundherum abgeweideten Flächen können ihre Samen dann hervorragend keimen. 

Iris x monnieri 

Sie ist vermutlich eine Kreuzung aus Iris orientalis und Iris xanthospuria. Obwohl sie aus Sumpfwiesen der Südtürkei stammt ist sie bei uns zuverlässig winterhart. Ihre Blüten sind gelb und sehr elegant. Angeblich gibt es auch eine blaublütige Varietät.

Iris sanguinea

Sie kommt von Sumpfwiesen und Ufern in Nordostasien zu uns. Wörtlich übersetzt bedeutet ihr Name ‚blutige Schwertlilie’ und man erwartet daher eine rot blühende Schwertlilie. Ihre Blütenfarbe ist aber blau (in Kultur kommt eine weißblütige Sorte vor), und auch sonst ist nicht sofort klar was an ihr blutig sein sollte. Die meisten Gärtner werden es nie herausfinden, denn dazu muss man die Pflanze ausgraben und dann ihre Wurzeln verletzen. Der aus den Wunden austretende Pflanzensaft ist tatsächlich blutrot. In Japan und Korea tritt die Varietät Iris sanguinea var. violacea auf, die dunkelviolette Blüten trägt. In beiden Ländern wird sie seit Jahrhunderten in den Gärten gepflegt. 

 

Iris setosa 

Auf Deutsch wird sie als Borsten-Schwertlilie bezeichnet. Sie hat eine ungewöhnliche Verbreitung, denn sie ist in Sumpfwiesen in Nordostasien und Nordwestamerika heimisch. In Kultur kann man sie selten finden, dabei sind ihre hellblauen Blüten sehr hübsch. Attraktiv sind auch einige Zwergformen, die in Alaska gefunden wurden. 

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