- Iris sibirica

Iris sibirica - die Wiesenschwertlilie 


Dies ist die zweite Schwertlilie die bei uns heimisch ist. Lassen Sie sich von dem botanischen Namen nicht verwirren, sie kommt zwar auch in Sibirien vor, aber bei uns ist sie genauso daheim. Ihr Verbreitungsgebiet ist riesig, von Westeuropa bis ins östliche Asien, aber bei uns ist sie heute bereits eine große Seltenheit geworden ist. 

Die Wiesenschwertlilie wächst nicht im Wasser, sondern auf feuchten Wiesen. Diese Wiesen sind heute rar geworden, denn sie liefern kein als Viehfutter brauchbares Heu. Früher nutzte man ihr Heu als Einstreu im Stall, mit den modernen Haltungsmethoden brauchte man aber kein Einstreu mehr und die feuchten Wiesen verschwanden und mit ihnen die Wiesenschwertlilie. 

Einfacher in der Kultur kann eine Pflanze kaum sein. Am Gartenteich steht sie am besten im feuchten Boden, aber sie wächst genauso gut im normalen Gartenbeet. Die Wildform erträgt notfalls zeitweilige Überschwemmungen, die Züchtungen mögen es lieber trockener. Da die Art aus kalkhaltigen Flachmooren stammt, ist auch Kalk im Boden kein Problem für sie. 

Die Sorten von Iris sibirica sind mittlerweile Legion geworden und jedes Jahr kommen zahlreiche neue dazu. Die Wildform von Iris sibirica blüht in Blau. Als erstes kamen dann weiße Blüten dazu, später gelbe und danach rosafarbene und violette. Wie üblich gibt es auch bei dieser Pflanze einen Farbton der 'fehlt' und deswegen besonders begehrt ist. In diesem Fall ist es das reine Rot. Weinrot gibt es bereits, aber das hat immer noch einen Anteil Blau in sich. 

Nachdem die Farbpalette auf diese Weise erweitert worden war, wandten sich die Züchter der Iris sibirica anderen Zielen zu. Das eine Ziel war die Entwicklung von gefüllten und gerüschten Blüten, das andere die Züchtung von zweifarbigen Blüten. Beides wurde erreicht. Bei den zweifarbigen sind manchmal die Hängeblätter anders gefärbt als die Domblätter, manchmal haben auch alle Blätter eine Zeichnung in einer anderen Farbe oder einen feinen Rand in Weiß. Bei gerüschten Sorten haben die Hängeblätter einen gekräuselten Rand, gefüllte Sorten haben einen zweiten oder sogar dritten Satz Hängeblätter.

In der Geschichte der Iris-sibirica-Züchtung gab es einmal einen toten Punkt, an dem es schien, als seien alle möglichen Kreuzungen bereits erfolgt und nichts Neues mehr zu erwarten. Dieser Zustand wurde beendet, als die ersten tetraploiden Sorten auftauchten. Bei diesen Sorten ist durch eine Mutation der Chromosomensatz vierfach vorhanden was ganz ungeahnte Möglichkeiten in der Züchtung eröffnete. Einige der ersten tetraploiden Züchtungen haben in ihrem Namen einen Hinweis darauf und beginnen mit dem Wort ‚Fourfold’, wobei  ‚Fourfold’ die Übersetzung für tetraploid ist. 

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