- Iris louisiana

 

Iris louisiana - bunte Hybriden aus Nordamerika 

 

Bei Iris louisiana handelt es sich um keine Pflanze die in der Natur vorkommt, sondern es ist der Name für eine Gruppe von Hybriden, die aus fünf verschiedenen nordamerikanischen Schwertlilienarten gezüchtet wurden. Die Züchtung mit diesen Pflanzen begann vor einem halben Jahrhundert, und inzwischen hat sich Iris louisiana zu der vielseitigsten und farbenprächtigsten Iris entwickelt, die für den Wassergarten erhältlich ist. Die ganz große Besonderheit ist dabei die Verwendung von Iris fulva, die ein reines Rot in die Züchtung brachte. 

 

 

Iris louisiana in Mitteleuropa? 

 

Iris louisiana wird in Europa fast nie angeboten. Angeblich sind ihre Ansprüche an das Klima zu hoch. Es stimmt, dass einzelne Sorten von ihr höhere Ansprüche an das Klima stellen. Es stimmt aber auch, dass die Mehrzahl ihrer Sorten ganz selbstverständlich in allen Staaten der USA und in weiten Teilen Kanadas in den Gärten steht und dort blüht, blüht, blüht. Zumindest mit dem kanadischen Klima können wir in Mitteleuropa auch die meiste Zeit mithalten. Unsere eigenen Iris-louisiana-Sorten haben in der Vergangenheit etliche sehr strenge Winter ohne jedes Problem überstanden. Die Winterhärte stellt also gar kein Problem dar. Das Anwachsen geht langsam vor sich, es dauert zwei bis drei Jahre bis die Pflanzen einen schönen Horst gebildet haben und mit dem Blühen beginnen. Nach unserer Erfahrung blühen im flachen Wasser kultivierte Iris louisiana früher und besser als im normalen Beet gehaltene Sorten.  

 

Alle Ahnen von Iris louisiana wachsen entweder im flachen Wasser oder im feuchten Boden. Iris louisiana selbst ist wegen ihrer komplexen Abstammung hochgradig anpassungsfähig. Sie kann zeitweise oder ständig im Wasser stehen, sie kann aber auch in einem normalen Gartenbeet wachsen (vorausgesetzt sie wird ausreichend gegossen). Sie ist an keinen bestimmten pH-Wert des Bodens gebunden, wächst aber am besten im neutralen Bereich und um so schlechter je mehr sie sich den Extremen nach beiden Seiten annähert. Sie liebt schwere Böden, kommt aber auch mit leichteren, humusreichen Böden zurecht. Das einzige was sie nicht mag, sind sandige Böden. Geben Sie Iris louisiana einen sonnigen Platz im Garten, sorgen Sie für ausreichende Bewässerung und eine Mulchschicht (oder halten Sie die Pflanze im flachen Wasser), düngen Sie sie zweimal jährlich, und Sie haben alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kultur geschaffen. 

 

 

 

Henry Rowlan war einer der allerersten Züchter von Iris louisiana. Von ihm stammt z.B. die berühmte 'Black Peacock', eine Sorte in ganz dunklem, fast schwarzem Violett. Rowlan war eigentlich Postbeamter in Arkansas, aber 1952 erhielt er vier verschiedene Iris geschenkt, die sein Leben vollkommen veränderten. Von diesem Tag an befasste er sich mit den amerikanischen Irisarten und begann sie miteinander zu kreuzen, und bliebt für die nächsten 47 Jahre diesem Hobby treu. Für seine herausragenden Züchtungen bekam er zweimal die höchste Auszeichnung der amerikanischen Iris-louisiana-Gesellschaft verliehen. 

 

 

 

Auch Ben Hager begann schon in den 50er Jahren damit Iris louisana zu züchten. Für ihn war es jedoch Teil seiner alltäglichen Arbeit, denn er betrieb eine Gärtnerei in Kalifornien. Bekannt wurde er zunächst aber durch seine aussergewöhnlichen Bartiriszüchtungen, später erst für seine Iris louisiana. In den 70er Jahren schuf er bei den Iris louisiana die 'Chowning' Hybriden, die eine ganz neue Richtung bei den Iris louisiana ermöglichten. 

 

 

 

 

In den USA werden von mehreren Pflanzengesellschaften jährlich Preise für besonders wertvolle Pflanzenneuzüchtungen vergeben. Solche Preise gibt es auch von einigen Irisgesellschaften. Waren es am Anfang meistens Bartiris, die diese Auszeichnungen erhielten, so sind in den letzten Jahren mehr und mehr Iris louisiana mit den begehrten Medaillen geehrt worden. 

Was wir schon bei Iris ensata gesagt haben, gilt auch für Iris louisiana: das Züchten neuer Sorten ist kinderleicht, die Bestäubung kann mit einem einfachen Pinsel durchgeführt werden und die Samen reifen sicher in einer Kapsel und können leicht zum Keimen gebracht werden. . Sicher werden die meisten Pflanzen nicht besser sein als ihre Elternteile, aber hin und wieder hat man einen Glückstreffer und kann sich dann an seiner eigenen Irissorte freuen. Und wer weiß? Vielleicht ist einmal sogar der ganz große Wurf dabei!      

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