- Iris laevigata

Iris laevigata - die asiatische Wasserschwertlilie 

 

Iris laevigata kommt überall in Nordostasien vor, aber in Japan hat sie besondere Bedeutung erlangt. Dort ist sie neben Iris ensata die zweite Schwertlilie, die seit Jahrhunderten in Gärten gehalten wird, und von der es zahlreiche Sorten gibt. Der japanische Name dieser Schwertlilie lautet 'Kakitubata' und bezieht sich darauf, dass sie in Japan auch zum Färben von Textilien benutzt wird. Ein anderer japanischer Name für diese Pflanze bedeutet 'Hasenohrschwertlilie'. 

Iris laevigata besiedelt in der Natur staunasse Böden und seichtes Wasser. Im Garten steht sie am besten in etwa 10 cm tiefem Wasser. Sie kann zwar auch in normalen Gartenbeeten überleben, aber im Wasser wächst sie deutlich besser und kann dort bis zu zwei Meter hoch werden (was aber eine sehr seltene Ausnahme ist, normalerweise ist bei einem halben Meter Höhe schon Schluss). 

Iris laevigata kommt zwar mit Kalk zurecht, aber sie bevorzugt doch humose Böden ohne viel Kalk. Da sie den zur Verfügung stehenden Humus schnell aufzehrt, empfiehlt es sich ihr im Frühling etwas Kompost oder Humus zu geben. Sie erwacht als eine der letzten Irisarten aus der Winterruhe, was manchen ungeduldigen Gärtner schon dazu gebracht hat ihren Standplatz umzugraben, da er sie für erfroren hielt. 

In Europa waren lange Zeit keine Züchtungen aus Japan bekannt. Das lang zum einen daran, dass sich Japan so lange gegenüber dem Ausland verschlossen hatte, und zum andern daran, dass generell kein großes Interesse an Sumpfpflanzen in Europa bestand. Als seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bei uns Wassergärten in Mode kamen, wurden auch bei uns einige Sorten von Iris laevigata ausgelesen. So tauchte z.B. eine Sorte mit grün-weiß gestreiften Blättern auf, und in England entdeckte man die Sorte 'Colchesteri'. 

Auf dem Umweg über die USA haben uns inzwischen auch japanische Züchtungen von Iris laevigata erreicht. Es sind überwiegend sehr schlichte Formen und Farben bei diesen Pflanzen, die in uns sofort die Assoziation von japanischem Design erwecken. 

In den USA begann die Wassergartenbewegung einige Jahre früher als bei uns, daher begann dort auch früher die Suche nach neuen Pflanzen für den Gartenteich. Bei Iris laevigata wurde man in Japan fündig, aber so ganz passten diese Sorten nicht für den amerikanischen Geschmack, daher begannen einige Züchter sich mit dieser Art zu beschäftigen und schufen neue Sorten. 

Iris laevigata wurde auch hin und wieder zur Kreuzung mit anderen Irisarten verwendet, z.B. mit Iris versicolor, Iris ensata und Iris pseudacorus. 

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