- Der Teich im Haus

Wintergärten in der Realität ...

Wintergärten werden bei uns immer beliebter. Bei Neubauten werden sie oft schon miteingeplant, und für ältere Häuser stehen zahlreiche Modelle zum nachträglichen Anbau zur Auswahl. Mit einem Wintergarten holen Sie sich die Sonne und den Sommer ins Haus, zweifellos eine deutliche Steigerung der Lebensqualität. Aber wir finden natürlich trotzdem was zum Mosern: die Bepflanzung der Wintergärten. 

... und was man aus ihnen machen könnte 

Was steht in einem durchschnittlichen Wintergarten drin? Eine Yuccapalme und eine Garnitur Gartenmöbel. Dafür war der Wintergarten aber zu teuer, das könnte man auch billiger unterbringen. Dabei entsteht mit jedem Wintergarten ein idealer Platz für Pflanzen, die wir sonst in unseren Häusern unmöglich pflegen könnten. Zitrusgewächse gedeihen prächtig in einem ungeheizten Wintergarten, Passionsblumen und Orchideen wuchern im geheizten Wintergarten und noch vieles mehr. Was wir Ihnen vorschlagen wollen, ist ein Wasserbecken im Wintergarten. Darin können Sie farbenprächtige tropische Seerosen und Lotosblumen halten und es ist noch nicht einmal nötig den Wintergarten zu heizen! Die meisten tropischen Wasserpflanzen kommen gut mit den Temperaturen zurecht, die die unbeheizten Becken in der warmen Jahreszeit durch den Glashauseffekt bekommen. Überwintert werden diese Pflanzen dann außerhalb des Beckens.  

Wie baue ich einen Teich in meinen Wintergarten? 

Kommt wieder mal drauf an. Falls Ihr Wintergarten noch in der Planung ist, dann stehen Ihnen mehr Möglichkeiten offen. Ist der Wintergarten dagegen schon gebaut, dann kommt eigentlich nur noch das Aufstellen oder Einbauen eines erhöhten Beckens in Frage. Solche erhöhten Becken können entweder aus starken Holzbalken gezimmert oder aus Ziegeln gemauert werden. Innen werden sie mit Teichfolie ausgekleidet, damit die Sache auch wasserdicht wird. Groß müssen die Becken nicht sein (ab einem Quadratmeter Wasserfläche können Sie schon eine tropische Seerose pflegen), tief dürfen sie nicht sein (die Höhe des Beckens soll so gewählt werden, dass über der Oberkante der im Becken befindlichen Pflanzgefäße noch 20 bis 30 Zentimeter Wasserstand ist). Wichtig ist die Stabilität der Seitenwände. Erstens ist auch in einem kleinen Becken der Wasserdruck auf die Wände erstaunlich hoch, zweitens setzen sich alle Leute gern auf den Rand dieser Becken (fragen Sie uns bitte nicht warum, es ist einfach so, selbst wenn die Höhe eigentlich unbequem zum Sitzen ist. Aber wenn man das schon weiß, dann kann man die Höhe genauso gut bequem und die Wand stabil machen). Eine andere Möglichkeit besteht darin wasserdichte Gefäße im Wintergarten aufzustellen. Hier können Sie aus allen möglichen Materialien und Formen wählen. Allerdings ist die Größe beschränkt und nur die kleinsten Seerosen können dort erfolgreich gepflegt werden. Es gibt in Baumärkten auch größere Holzkonstruktionen mit einem wasserdichten Einsatz aus Plastik. Sie nennen sich ‘mobile Wassergärten’ oder ähnlich. Eigentlich sind sie für Terrassen und Balkone gedacht, können aber natürlich auch in Wintergärten aufgestellt werden. Mobil sind sie nur solange kein Wasser drin ist, mit Wasserfüllung sind sie so schwer, dass sie sofort zur Immobilie werden. Noch ein paar Worte zu den Möglichkeiten die sich eröffnen, wenn Sie Ihren Wintergarten erst planen: der erste Vorteil liegt in der Materialwahl. Sie können es so wählen, dass es ideal zu Ihrem Wintergarten passt (gleiches Baumaterial, oder passende Ergänzung). Zweitens können Sie mit dem Becken auch in die Tiefe gehen, solange der Boden des Wintergartens noch nicht gebaut ist. Allerdings sollten Sie auch dann aus optischen Gründen dem Becken noch ein paar Zentimeter Höhe über dem Fußboden gönnen. Es sieht einfach besser aus und es stolpert auch niemand ins Wasser hinein. Wenn Ihr Wintergarten beheizt wird, dann können Sie sogar eine Heizung für Ihr Becken einbauen (nötig ist das aber nur, wenn Sie auch im Winter blühende Wasserpflanzen, oder ganz früh im Jahr die tropischen Seerosen antreiben wollen - dann müssen Sie aber für den Winter auch eine Zusatzbeleuchtung einbauen). Am einfachsten lässt sich eine Beckenheizung verwirklichen, wenn der Wintergarten mit einer Warmwasserzentralheizung beheizt wird. In diesem Fall können Sie die Versorgungsrohre der Heizung einfach durch das Becken leiten lassen und das Wasser wird so erwärmt. 

Welche Pflanzen eignen sich? 

Die Stars solcher Becken sind die tropischen Seerosen. Dazu kommt eine Vielzahl an tropischen Sumpfpflanzen und Schwimmpflanzen. Es gibt im Wasser lebende Hibiskusarten, Cannas und selbst einige Lilienarten haben sich in diesen Lebensraum vorgewagt. Ein gut bepflanztes Becken erweckt den Eindruck tropischer Üppigkeit. Zusätzlich erhöht es die Luftfeuchtigkeit im Wintergarten und sorgt so dafür, dass auch die Pflanzen rund um das Becken herum besser gedeihen. Gepflanzt wird in Pflanzgefäße, denn Erde gehört nicht als Bodengrund in die Becken. Ist zuviel Erde in so einem kleinen und sehr warmen Becken, dann haben Sie in kurzer Zeit eine unglaubliche Algenblüte. Also: so wenig Erde wie möglich verwenden, und als Dünger kommen nur mineralische Depotdünger wie Osmocote in Frage. 

Bekomme ich eine Moskitoplage? 

Wenn Pflanzen im Wasser leben scheint das Wasser unattraktiv für Stechmücken zu werden. In Ihrer Regentonne im Garten finden Sie mit Sicherheit Stechmückenlarven, dagegen ist der Gartenteich ziemlich frei davon. Ähnlich sieht es auch mit einem bepflanzten Becken im Wintergarten aus. Wenn Sie sichergehen wollen, dann halten Sie ein paar Fische in ihrem Becken und keine Stechmücke hat mehr eine Chance. Bitte fragen Sie in einem Aquariengeschäft nach welche Fischarten sich für Ihr Becken eignen. 

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