FAQs

Kinder und Teiche 


Wir werden immer wieder gefragt, wie man einen Teich so absichern kann, dass er für Kinder ungefährlich ist. Die einzige ehrliche Antwort lautet: schütten Sie den Teich zu. Ein Teich ist definitiv eine Gefahrenquelle für kleine Kinder. Allerdings haben Sie mit dem Teich noch längst nicht alle Gefahrenquellen aus ihrem Haushalt entfernt. Wollen Sie dennoch sofort Wasser im Garten, dann wählen Sie eine feuchte Wiese oder einen Strudelstein solange die Kinder noch klein sind. 

Welche möglichen Gefahrenquellen man in seinem Haushalt zu akzeptieren bereit ist, das ist eine Frage des Abwägens. Wir glauben, dass Kinder ab einem bestimmten Alter von einem Teich im Garten sehr viel mehr profitieren, als dass sie von ihm gefährdet werden. Teiche sind herrliche Spielplätze und ganz nebenbei lernen die Kinder dort eine Menge über die Natur und das Leben. Wenn Sie sich entschließen einen Teich anzulegen, dann sperren Sie Ihre Kinder nicht davon aus. Warten Sie lieber mit der Teichanlage, bis die Kinder groß genug sind, und versuchen Sie den Teich kinderfreundlich und Ihre Kinder teichfreundlich zu machen. 

Das Problem stellt sich bei uns noch viel mehr als an Ihrem Gartenteich. Unsere Teiche sind teilweise über 2000 qm groß und mehrere Meter tief. Es sind regelmäßig Kinder im Alter zwischen einem und zwölf Jahren anwesend. Im Frühling wimmelt das Wasser von Kaulquappen, an heißen Tagen im Sommer lockt das Wasser zum Baden. Es ist absolut unmöglich die Kinder von diesem herrlichen Spielplatz fernzuhalten. Also lautet unsere wichtigste Regel: 

Ist ein Teich im Garten, müssen alle Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen 

Die zweite Regel lautet: 

Kinder, die noch nicht schwimmen können, dürfen sich niemals unbeaufsichtigt am Teich aufhalten 

Wenn die Kinder schwimmen können, dann sind sie ‘teichfreundlich’. Aber wie wird jetzt der Teich kinderfreundlich? Ein paar Tipps dazu: wenn Sie Ihren Teich anlegen, dann bauen Sie keine Steilufer ein, sondern lassen Sie die Ufer flach auslaufen. Das hat gleich zwei Vorteile: es entstehen große Flächen für die vielen bunten Sumpfpflanzen, UND es geht niemand unter, wenn er vom Ufer ins Wasser fällt. 

Sie können auch rund um den Teich herum einen Graben ausheben, mit Folie wasserdicht machen und dann wieder mit Erde auffüllen. Was Sie dann erhalten, ist eine nasse Wiese, die sich zwischen Teich und Garten schiebt. Auch hier wachsen viele schöne Pflanzen, aber das wichtigere ist die Wirkung des nassen Bodens: man sinkt knöcheltief in die schlammige Erde ein und mag nicht weitergehen. Aber am Rand sitzen und im nassen Boden spielen, dass der Dreck spritzt, das geht schon ... 

Schließlich haben Sie noch die Möglichkeit zur ‘Ablenkung’ einen Bereich zu schaffen, der viel interessanter ist als der Zierteich: einen kleinen, ganz flachen Tümpel nur für die Kinder, oder einen Sandspielplatz mit Wasseranschluss (zur Not genügt ein Gartenschlauch am Sandkasten, aber so richtig toll ist eine wasserdichte Sandkiste oder ein flacher Folienteich, die bis obenhin mit Sand und Wasser gefüllt sind). Gerade der nasse Sandspielplatz ist ein erstklassiger Anziehungspunkt für Kinder, denn hier lässt sich alles jeden Tag neu gestalten: ganze Landschaften entstehen und werden wieder unter Wasser gesetzt, Berge und Inseln werden aufgeschüttet und vom Wasser wieder abgetragen. Die Kinder werden beim Spielen ziemlich dreckig, aber weil alles nur Sand und Wasser ist, lässt es sich auch leicht wieder abwaschen. Sind die Kinder groß, können Sie aus dem Spielplatz ein Zierbecken machen, und wenn die Enkelkinder da sind, kommt wieder Sand hinein ... 

Von den ‘technischen’ Möglichkeiten Kinder vom Teich fern zu halten, halten wir nicht viel. Meistens sehen sie nicht gut aus (zum Beispiel ein Gitter über der Wasserfläche), und ihre Wirkung ist nur begrenzt: Zäune lassen sich übersteigen, Gitter können sogar zu Fallen werden, in denen Kinder mit dem Fuß hängen bleiben. Seit einiger Zeit werden auch Geräte angeboten, die Alarm auslösen sobald ein größeres Lebewesen oder ein Gegenstand ins Wasser fällt. Wir haben sie noch nicht ausprobiert, vermutlich würden bei uns die Enten einen Fehlalarm nach dem anderen auslösen. 

Algen im Teich 

Es gibt zweierlei Arten von Algen: die Grünalgen, die so winzig sind, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann aber das Wasser grün färben, und die Fadenalgen, die als dicke Wattepakete im Teich treiben. Beide sind im Gartenteich gleich unerwünscht. Algen werden früher oder später in jedem Teich auftauchen, da ihre Sporen durch den Wind verbreitet werden und praktisch überall vorhanden sind. Es kommt auf die Anlage Ihres Teiches an ob die Algen zum Problem werden oder nicht. Die Natur verschwendet nichts. Wo Nährstoffe vorhanden sind findet sich sofort ein Verbraucher dafür ein. Im Gartenteich sind dies die Algen. Daher muss das Nahrungsangebot im Teich so gering wie möglich gehalten werden. 

Erde im Teich 

Sie ist ein starker Nährstofflieferant. Verwenden Sie deshalb zum Pflanzen eine ungedüngte Erdmischung. Kies und Sand reichen in vielen Fällen aus (Ausnahme: Seerosen und Lotosblumen). Gut ist auch die Erde, die Sie unter der Grasnarbe im Garten finden. Auf keinen Fall sollten Sie die gedüngte Erde aus dem Gemüsegarten verwenden. Verwenden Sie so wenig Erde wie möglich. Es ist besser die Pflanzen in Gefäße zu setzen als im Teich eine Erdschicht auszubringen. 

Vermeiden Sie den Eintrag von zusätzlichen Nährstoffen 

Nährstoffe gelangen in vielerlei Form in den Teich. Manchmal tun Sie das selbst, indem Sie die Pflanzen düngen. Verwenden Sie dafür immer einen mineralischen Dünger, der seine Nährstoffe nach Bedarf an die Pflanzen abgibt. Osmocote hat sich bei uns bewährt. Organische Dünger wie Guano oder Mist führen sofort zu ungezügeltem Algenwachstum und brauchen den Sauerstoff im Wasser auf. 

Nährstoffe gelangen durch die Ausscheidungen der Fische in den Teich. Mit jedem Füttern streuen Sie neue Nährstoffe in den Teich. In kleinen Teichen sollten am besten keine Fische gehalten werden, in größeren nur so viele, wie sich ohne zusätzliche Fütterung vom Angebot des Teichs ernähren können. 

Im Herbst fallen Nährstoffe in Form von Blättern in Ihren Teich. Dem kann man bei der Neuanlage des Teichs vorbeugen, indem man ihn nicht in der Nähe von Bäumen errichtet. Ist mit viel Laub im Herbst zu rechnen, dann empfiehlt es sich während des Laubfalls ein Netz über den Teich zu spannen. 

Sorgen Sie für Nahrungskonkurrenten 

Alle Pflanzen nehmen Nährstoffe auf. Direkt aus dem Wasser tun dies vor allem die Unterwasserpflanzen, die in direkte Nahrungskonkurrenz zu den Algen treten. Gibt es viele Unterwasserpflanzen im Teich, dann haben die Algen keine Chance mehr. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Unterwasserpflanzen noch in der Winterruhe sind, kommt es zu einer kurzfristigen Algenvermehrung. Das ist aber ein natürlicher und zeitlich begrenzter Vorgang. Sobald das Wasser wieder wärmer wird und die Unterwasserpflanzen zu neuem Leben erwachen, reguliert sich alles von selbst. Mit Unterwasserpflanzen können Sie die Algen regelrecht aushungern. 

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